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Winnekendonk

                                                                              Kirche von Winnekendonk
Fakten zur Ortschaft Winnekendonk
Einwohnerzahl einschl. Nebenwohnsitze (31.12.2017):4.702
Fläche:2.485 ha
Postleitzahl:47626
Ortsvorsteher:Hansgerd Kronenberg
Homepage:Zum Webauftritt
Erklärung des Wappens

Wappen der Ortschaft Winnekendonk

Das Winnekendonker Wappen bezieht sich auf den Schutzpatron der Gemeinde, den Heiligen Urbanus. In rätselhafter, aber überzeugender Harmonie stehen das dreifache Papstkreuz und die silberne Weindolde untereinander.

 

Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung findet Winnekendonk bzw. das Gericht Winnekendonk, als Ritter Wilhelm von Kervenheim am 27. September 1282 die Vogtei über Winnekendonk an das Stiftskapitel in Xanten verkaufte. Winnekendonk gehörte bereits vor 1250 zur Grafschaft Cleve (seit 1417 Herzogtum Cleve). Seit 1439 bildeten das Gericht Winnekendonk und das Gericht Kervenheim das Richteramt Schravelen. Der Name Schravelen rührt vom Amtssitz der Richter, die auf Haus Schravelen, einer Schlossburg an der Niers - sie ist längst verschwunden - residierten.

Die Winnekendonker Pfarrkirche St. Urbanus ist im Mittelalter errichtet worden. Das  Erbauungsdatum lässt sich leider nicht nachweisen. Bis Mitte des 15. Jahrhunderts gehörte u. a. auch die Kapelle in Kervenheim und Kervendonk zum Kirchspiel Winnekendonk.

Im  Jahre 1448 fielen kölnische Reiterscharen in das Herzogtum Kleve ein und zerstörten Winnekendonk. Im letzten Drittel des 15. Jahrhunderts gab es etwa 550 gläubige Katholiken. Um 1630 standen 59 Höfe, 34 Katstellen und 24 Häuser in Winnekendonk, die von 810 Menschen bewohnt wurden.

Ende des 17. Jahrhunderts zur Zeit Ludwig XIV. wurden die Pfarrkirche St. Urbanus und etliche Häuser im Dorf Winnekendonk wegen Nichtbezahlung hoher Kriegskontributionen an die Franzosen zweimal in Brand gesetzt (1689 und 1693). Das alte Richteramt Schravelen wurde 1798 aufgelöst und Kervenheim und Winnekendonk zu einer Bürgermeisterei vereinigt mit dem Sitz des Bürgermeisters in Kervenheim.

Winnekendonk wurde 1816 dem neuerrichtetem Kreis Geldern und der Bürgermeisterei Kervenheim zugeteilt. Der Verwaltungssitz der Bürgermeisterei Kervenheim mit den Gemeinden Kervenheim, Kervendonk und Winnekendonk wurde 1853 von Kervenheim in das freigewordene Schulgebäude vor dem Kirchturm  - heute als „Altes Rathaus“ bezeichnet - nach Winnekendonk verlegt.  Mitte des 19. Jahrhunderts werden 244 Häuser in Winnekendonk gezählt. Drei Viertel der Gewerbetreibenden waren in der Landwirtschaft tätig und ein Viertel setzte sich aus Handwerkern zusammen.

In den  60er Jahren des 19. Jahrhunderts wurden die vormals zu Kervendonk zählenden Häuser, Höfe und Katstellen, die an der Gemeindegrenze zu Winnekendonk und Kevelaer lagen, abgetrennt und Winnekendonk zugeordnet, darunter auch die  Schravelsche Wassermühle, ehemals Domainenmühle. Noch heute bestehen, neben der Schravelschen Wassermühle, die Kerssenboomsche und die Singendonksche Windmühle. Die Mühlen sind alle nicht mehr in Betrieb.

In  den Jahren 1887 und 1888 wird die Pfarrkirche St. Urbanus in der jetzigen Größe errichtet. Winnekendonk wurde im zweiten Weltkrieg zu 85 % zerstört. Die seit der Gründung des Kreises Geldern selbstständige Gemeinde Winnekendonk (Amt Kervenheim) wurde 1969 in die Stadt Kevelaer eingemeindet. Beim Landeswettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“, heute zu „Unser Dorf hat Zukunft“ umbenannt, gewann Winnekendonk 1969 eine Bronzemedaille, 1971, 1973, 1983 und 1985 Silbermedaillen. Im Jahre 1975 wurde das Dorf mit einer Goldmedaille auf Landesebene und mit einer Silbermedaille auf Bundesebene ausgezeichnet. Nach dem Erwerb einer weiteren Goldmedaille auf Landesebene im Jahre 2000 folgte dann die Auszeichnung im Jahre 2001 mit der Goldmedaille auf Bundesebene.

Ansprechpartner

Beate Sibben

Wallfahrtsstadt Kevelaer (Rathaus)

Peter-Plümpe-Platz 12

47623 Kevelaer

Sabine Venmanns

Wallfahrtsstadt Kevelaer (Rathaus)

Peter-Plümpe-Platz 12

47623 Kevelaer