Klimaschutz und Klimaanpassung bleiben wichtige Zukunftsaufgaben für die Wallfahrtsstadt Kevelaer. Auch unter herausfordernden finanziellen Rahmenbedingungen setzt die Stadt ihre Aktivitäten fort und richtet den Blick auf konkrete Maßnahmen für das Jahr 2026.
„Wir müssen verantwortungsvoll mit unseren Ressourcen umgehen – das gilt finanziell wie auch im Umgang mit unserer Umwelt“, betont Bürgermeister Dr. Dominik Pichler. „Unser Ziel ist es, Kevelaer nachhaltig und lebenswert weiterzuentwickeln.“
Klima-Team neu aufgestellt
Das Klima-Team der Stadt vereint verschiedene Fachbereiche: Maike Böhm (Klimaschutz), Sebastién Belleil (Umwelt) und Heinz-Theo Angenvoort (Mobilität) arbeiten bereits an zentralen Themen. Seit November 2025 ergänzt Chantal Fouquet als Klimaanpassungsmanagerin das Team.
Mobilität: Alltagstauglich und klimafreundlich
Die Stadt stärkt gezielt die Nahmobilität: mit besseren Bedingungen für Rad- und Fußverkehr, zusätzlichen Fahrradbügeln, mehr Sicherheit an Gefahrenstellen und Projekten wie dem „LeihLastenRad“. Auch weitere Maßnahmen wie Fahrradstraßen werden geprüft. Ergänzt wird das Angebot durch Busverbindungen in die Region, den RE 10 („NiersExpress“) sowie mehrere Bürgerbuslinien, die vor allem im ländlichen Raum wichtig sind.
„Unser Ziel ist, Mobilität so zu gestalten, dass alle Bürgerinnen und Bürger, unabhängig vom Besitz eines Autos, selbstbestimmt, barrierefrei und zuverlässig mobil sein können.“ sagt Mobilitätsmanager Heinz-Theo Angenvoort.
Umwelt: Lebensräume stärken
Im Umweltbereich setzt die Stadt ihre Arbeit unter anderem mit Baumpflanzungen, Blühflächen und Maßnahmen zum Schutz von Lebensräumen fort. „Viele Maßnahmen wirken im Kleinen – aber sie machen einen spürbaren Unterschied für unsere Stadt“, so Umweltbeauftragter Sebastién Belleil.
Klimaschutz: Energie im Fokus
Beim Klimaschutz stehen Energieeinsparung, erneuerbare Energien und die Wärmeversorgung im Mittelpunkt. Informations- und Beratungsangebote für Bürger*innen sollen weiter ausgebaut werden. „Wir möchten Orientierung geben und zeigen, was konkret möglich ist“, sagt Maike Böhm
Klimaanpassung: Vorsorge für morgen
Parallel dazu wird ein Klimaanpassungskonzept erarbeitet. Es soll helfen, besser auf Hitze, Starkregen und andere Folgen des Klimawandels vorbereitet zu sein. Vorgesehen sind unter anderem mehr Grünflächen, Verschattungsmöglichkeiten und kühle Orte im Stadtgebiet. „Vorsorge bedeutet, heute die richtigen Schritte für morgen zu gehen“, erklärt Klimaanpassungsmanagerin Chantal Fouquet.
Gemeinsam für Kevelaer
Auch 2026 setzt die Stadt auf Austausch und Beteiligung – etwa durch Veranstaltungen und Informationsangebote. Bürger*innen, Unternehmen und Institutionen sind eingeladen, sich einzubringen.


