Stadtverwaltungsgebäude der Stadtkevelaer

Netzwerk kinderschutz

Kinderrechte und Partizipation im Fokus

Im Konzert- und Bühnenhaus der Wallfahrtsstadt Kevelaer hat eine praxisnahe Fachveranstaltung zum Thema Kinderrechte und Partizipation stattgefunden. Veranstaltet wurde das Treffen von den Netzwerkkoordinatorinnen des Netzwerks Kinderschutz im Kreis Kleve. Im Zentrum der Veranstaltung stand die Frage, wie Kinderrechte und Partizipation in der Praxis umgesetzt werden können. „Es geht darum, das Kind als Ausgangspunkt aller Interventionen zu betrachten, seine Rechte – insbesondere das Recht auf Beteiligung – zu achten und Mitbestimmung aus der Sicht der Betroffenen zu verstehen“, erläutert die Netzwerkkoordinatorin Daniela Prudlo-Kadelka auch stellvertretend für ihre Kolleginnen.

Die Fachveranstaltung bot dabei auch Gelegenheit, genau hinzusehen: Wo findet Partizipation bereits statt? Welche Hürden bestehen für die Fachkräfte im Kinder- und Jugendschutz? Und wo liegen die Grenzen der Mitbestimmung? Zudem wurde diskutiert, welche Schritte unternommen werden können, um eine bestmögliche Beteiligung der Kinder zu gewährleisten.

Als Expertin konnte Christina Muscutt vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) gewonnen werden. In ihrer Tätigkeit beim LVR beschäftigt sie sich mit den Themen „Kinderrechte“ und „Partizipation“ und arbeitet dabei an Schnittstellen zum Kinderschutz. Neben ihrer Praxis als Fachreferentin im Landesjugendamt ist sie in Lehre und Forschung aktiv. Ihr Vortrag bot den Auftakt für eine praxisnahe Methodenarbeit, die anschließend stattfand.

Über 170 Fachkräfte aus unterschiedlichsten Bereichen – darunter Erzieherinnen, Lehrerinnen, Vertreter der Staatsanwaltschaft, Polizei, Schulsozialarbeit, Beratungsträger, Eingliederungshilfe, Kinderzahnärztinnen, sozialpädiatrische Zentren und weitere interdisziplinäre Akteure – nahmen an der Veranstaltung teil. Die durchweg positive Resonanz unterstreicht die große Relevanz des Themas.

Im Mittelpunkt stand der Leitgedanke: „Vom Kind aus denken.“ Die Netzwerkkoordinatorinnen betonen: „Das Kind als kleinsten gemeinsamen Nenner in den Mittelpunkt zu stellen, seine Interessen und Schutzwürdigkeit zu erkennen, die alle Beteiligten über Berufsgrenzen hinweg vereint, ist zentral für unsere Arbeit.“ Neben dem Wissen über Verfahrenswege und die Rechte und Pflichten der Fachkräfte soll der Kinderschutz vor allem die Rechte des Kindes stärken.

Ein wichtiges Anliegen war es, Wege aufzuzeigen, wie Kinder bestmöglich in Entscheidungsprozesse einbezogen werden können. Kinder sollen mitbestimmen, mitentscheiden und transparent über Entscheidungen in ihrem Umfeld informiert werden. Ziel ist es, sie nicht nur als Objekte, sondern als eigenständig Agierende mit Rechten und Bedürfnissen ernst zu nehmen.

Die Veranstaltung orientierte sich an den Vorgaben der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen sowie an en Vorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen (§ 1 des Landeskinderschutzgesetzes NRW), die beide die Würde, Rechte und das Wohl des Kindes in den Mittelpunkt stellen. Die interdisziplinären Diskussionen verdeutlichten die Bedeutung von Vernetzung, Kommunikation und gemeinsamer Verantwortung im Kinderschutz.

Die Netzwerkkoordinatorinnen ziehen ein positives Fazit: „Die Veranstaltung hat gezeigt, dass Fachkräfte aus unterschiedlichen Bereichen bereit sind, das Kind als Ausgangspunkt ihres Handelns zu sehen. Wir haben gemeinsam reflektiert, wo Partizipation bereits gelingt, welche Hürden es gibt und welche Maßnahmen wir ergreifen können, um die bestmögliche Beteiligung der Kinder zu ermöglichen. Dies ist ein entscheidender Schritt, um Partizipation und Schutz von Kindern in unserer Region nachhaltig zu stärken.“

Hintergrund-Info

Das „Netzwerk Kinderschutz im Kreis Kleve“ arbeitet mit dem Ziel, eine effektive, schnelle und interdisziplinäre Zusammenarbeit sicherzustellen, um Kindeswohlgefährdungen frühzeitig zu erkennen und zu verhindern (auf Basis von § 9 des Landeskinderschutzgesetzes NRW). Dies geschieht durch die strukturelle Vernetzung von Jugendhilfe, Gesundheitswesen, Schulen, Polizei und Justiz sowie durch abgestimmte Verfahrenswege und einen verbesserten Informationsaustausch – stets mit dem Fokus darauf, Kinder konsequent in den Mittelpunkt aller Schutzmaßnahmen zu stellen.

Quelle: Netzwerk Kinderschutz im Kreis Kleve

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