Inhalt

Die nächsten Schritte zur Stadtkernerneuerung

Datum: 28.03.2017

Kevelaer – Mit dem Integrierten städtebaulichen Handlungskonzept von 2015 hat sich die Stadt Kevelaer auf den Weg gemacht, die denkmalgeschützte Innenstadt neu zu gestalten. Im letzten Jahr wurden dazu Planungen für den Umbau der Hauptstraße und des Mechelner Platzes erarbeitet. In diesem Jahr werden die Planungsarbeiten für den Bereich um den Kapellenplatz begonnen und voraussichtlich auch für den Peter-Plümpe-Platz mit seinem Umfeld.

Die tatsächliche Umsetzung der Planungen ist allerdings abhängig von den Fördermitteln des Landes. Für die Hauptstraße und den Mechelner Platz wurden diese Mittel beantragt aber noch nicht bewilligt. Wenn der Bewilligungsbescheid frühzeitig eintrifft, könnten die Bauarbeiten bereits in diesem Herbst beginnen. Vorab sind aber noch Entscheidungen zu den Materialien zu treffen. Dazu  werden in der zweiten Maihälfte Pflastermuster am Rathaus ausgelegt. Rat und Bürgerschaft können sich dann ein Bild von der Wirkung der Steine machen und es besteht die Möglichkeit, die verschiedenen Materialien zu kommentieren.

Auch wenn es nach Außen derzeit ruhiger geworden ist, laufen die Vorbereitungen für die nächsten Schritte dennoch weiter. Die Planungsleistungen für den Kapellenplatz werden demnächst ausgeschrieben. Darin einbezogen werden auch die Flächen vom Luxemburger Platz und vom Johannes-Stalenus-Platz. Dabei hat die erste Maßnahme am Kapellenplatz mit der Sanierung der Fassade des Priesterhauses schon begonnen. Um Feuchteschäden zu beseitigen, wurden in den letzten Wochen bereits die Fundamente freigelegt und abgedichtet. Nach der Wallfahrtssaison geht es dann an die Erneuerung der Putzfassade. Im Herbst werden auch die schon geplanten und bewilligten Umbauarbeiten an der Toilettenanlage auf dem Johannes-Stalenus-Platz begonnen.

Zu den bereits laufenden Planungen gehört das Forum Pax Christi am Kapellenplatz. Dieser besondere Kirchenraum soll in Zukunft nicht nur für Gottesdienste und den Krippenmarkt genutzt werden können. Hier war schon im Integrierten Handlungskonzept eine Umgestaltung zu einem flexibel nutzbaren öffentlichen Raum der Begegnung vorgesehen. Kirche und Stadt können sich vorstellen, dass dort auch städtische Veranstaltungen durchgeführt werden oder dass auch einfach ein Ruhebereich entsteht, um sich mal aus dem Wallfahrtsgeschehen vom Kapellenplatz zurückziehen zu können. Dafür werden zumindest die festen Sitzelemente gegen Einzelstühle ausgetauscht werden müssen und der Raum sollte in verschiedene Nutzungsbereiche gegliedert werden können.

Ein weiterer großer Umbaubereich wird der Peter-Plümpe-Platz mit den umlaufenden Straßen sein. Das Handlungskonzept schlägt hierfür schon eine Gliederung des Platzes vor, so dass Teilflächen als verkehrsfreie Räume zum Aufenthalt attraktiv gestaltet werden könnten. Bei den Planungsüberlegungen, die auch noch in diesem Jahr begonnen werden sollen, ist dann möglicherweise auch ein zusätzliches Verwaltungsgebäude zu berücksichtigen.

Die Stadtkernerneuerung bezieht aber nicht nur öffentliche Plätze und Straßen ein. Mit dem Hof- und Fassadenprogramm und dem Verfügungsfonds können auch Hauseigentümer im Innenstadtbereich und interessierte Dritte aktiv werden und Fördermittel in Anspruch nehmen. Das Hof- und Fassadenprogramm zielt auf die Sanierung von Fassadenflächen und Dächern, die zum öffentlichen Raum orientiert sind. Natürlich sollen mit den Fördermitteln die sichtbaren Seiten der Häuser so wiederhergestellt werden, dass sie den gestalterischen Vorgaben für die Innenstadt entsprechen.

Der Verfügungsfonds unterstützt private Initiativen, die sich mit ihrem persönlichen und finanziellen Engagement für die Innenstadt einsetzen möchten. Die von privater Seite eingebrachten Mittel werden durch den Fonds in gleicher Höhe kofinanziert. Zu den förderfähigen Maßnahmen können künstlerische Gestaltungen, Begrünungen, Beschilderungen oder ergänzendes Stadtmobiliar sein. Eben alles, was zur Aufwertung der Innenstadt beiträgt, den Einzelhandel belebt oder sonstige positive Effekte für das Stadtbild hat. Da zunächst noch die nötigen Verwaltungsstrukturen aufgebaut werden müssen, wird der Verfügungsfonds erst in der zweiten Jahreshälfte 2017 starten. Aber natürlich könnten bereits jetzt Projektideen und Anträge eingereicht werden.

Wer nähere Informationen haben möchte, was bereits erarbeitet worden ist, wie die weiteren Planungen aussehen oder welche Möglichkeiten zum eigenen Engagement bestehen, findet dies auf der separaten Internetseite www.kevelaer-stadtkernerneuerung.de. Darüber können Ideen und Anregungen eingebracht werden und dort gibt es auch ein Diskussionsforum, in dem Meinungsäußerungen kommentiert werden können. Und natürlich finden sich da auch die persönlichen Ansprechpartner in der Verwaltung zu den jeweiligen Projekten und Maßnahmen, wenn das direkte Gespräch gesucht wird.

Ansprechpartner

Franz Heckens
Abteilung Stadtplanung
Telefon: (0 28 32) 122-402
Telefax: (0 28 32) 122-77402
E-Mail: franz.heckens@kevelaer.de
Adresse: Peter-Plümpe-Platz 12, 47623 Kevelaer