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Klimaschutz und Ernährung

Klimaschutz beim Essen und Einkaufen

Klimaschutz und Ernährung

Klimaschutz macht auch vor dem Thema Ernährung nicht halt. Anstatt im Supermarkt die weit gereisten, stark verarbeiteten und aufwändig verpackten Lebensmittel zu kaufen, kann man auf Wochenmärkten und in Hofläden zahlreiche, regionale Alternativen bekommen. Noch dazu unterstützt man Betriebe vor Ort und stärkt die lokale Wertschöpfung.

Klimafreundliche Ernährung bedeutet:
  • weniger Fleisch und Wurst
  • mehr Obst und Gemüse
  • Vorrang für Produkte aus der Region und Bioprodukte
Weniger Fleisch ist mehr:

Die Produktion eines Kilos Rindfleisch verursacht rund 14 kg CO2. Bei der Erzeugung eines Kilos Gemüse, beispielsweise Bohnen, werden dagegen nur 0,150 kg (150 g) des Treibhausgases freigesetzt. Auch Obst schneidet mit weniger als 0,5 kg CO2 je geerntetem Kilo wesentlich besser ab. Wer nicht täglich Fleisch oder Wurst isst, tut deshalb etwas Gesundes für sich und fürs Klima.

Regionales Obst und Gemüse je nach Saison:

Ob Äpfel, Birnen oder Rhabarber, Feldsalat, Grünkohl oder Spargel: eine reichhaltige Palette an heimischem Obst und Gemüse sorgt für tägliche Abwechslung auf dem Speiseplan und kann, was den Vitamingehalt betrifft, locker mit exotischen „Superfoods“ mithalten.

Kurze Wege statt weite Transporte:

Das ganze Jahr über werden im Handel Waren aus aller Welt angeboten. Dies ist oft nur durch lange Transportwege möglich. Prinzessböhnchen aus Kenia etwa finden nur per Flugzeug den Weg zum hiesigen Gemüsestand. Der Transport durch die Luft ist besonders klimaschädlich: Er verursacht je Tonne Lebensmittel und Kilometer bis zu 90 Mal mehr Treibhausgase als der Hochseeschiff-Transport und rund 15 Mal mehr als Transporte per LKW.

Der Vergleich von peruanischem und regionalem Spargel macht den enormen Unterschied in der transportbedingten Klimabelastung deutlich: Allein beim mehr als 10.000 km langen Flugtransport von Lima nach Frankfurt werden pro Kilo Spargel rund 30.000 g Treibhausgase freigesetzt. In der Saison kann Spargel per LKW aus der Region geliefert werden, was bei einer Strecke von 100 km nur etwa 19 g Treibhausgase pro Kilo Spargel verursacht, also nur einen winzigen Bruchteil.

Bio-Lebensmittel sparen Energie und sind weniger belastet:

Im Vergleich zur konventionellen Landwirtschaft verbrauchen Bio-Bauern bei der Produktion nur ein Drittel an fossiler Energie, da sie auf chemisch-synthetische Dünger und Pflanzenschutzmittel verzichten, die mit einem hohen Verbrauch an Energie erzeugt werden. Auf diese Weise schonen Bio-Produkte nicht nur das Klima, sondern sie enthalten auch gegenüber konventionellen Lebensmitteln deutlich weniger unerwünschte Stoffe, wie Nitrat und Pestizidrückstände.

Diese Information ist im Rahmen eines vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geförderten Ernährungsprojekts entstanden.