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Stadtkernerneuerung - Newsletter Nr. 13

Was soll aus dem Peter-Plümpe-Platz werden?

Die Stadtkernerneuerung umfasst vier größere Umbauprojekte. Die Hauptstraße und der Mechelner Platz sind schon in Bau und werden in diesem Jahr im Sommer fertiggestellt. Für den Bereich um den Kapellenplatz finden derzeit Abstimmungsgespräche mit der Kirche und der Politik statt. Die Ergebnisse werden demnächst in einer Bürgerversammlung vorgestellt (s. auch unten).

Das vierte große Projekt ist die Umgestaltung des Peter-Plümpe-Platzes mit den umliegenden Straßen. Neben dem Platz selber gehören Teile der Annastraße und der Busmannstraße dazu sowie die Marktstraße. Dadurch werden die Haupteinkaufsstraßen miteinander verbunden sowie der Roermonder Platz mit dem St. Klara-Platz.

Der jetzige Peter-Plümpe-Platz blickt auf eine lange Geschichte mit vielen Veränderungen zurück. Hier hat die Volksschule gestanden und zeitweise gab es einen Bunker. Außerdem hat es in den letzten Jahrzehnten verschiedene Ansätze gegeben, den Platz umzugestalten. Die Ansprüche an den Platz sind sehr verschieden. Aufgrund seiner zentralen Lage, der umgebenden, teils denkmalgeschützten Bebauung und der vorhandenen Infrastruktur mit Verwaltung, Banken, Ärzten Gastronomie und Einkaufsmöglichkeiten hat der Platz ein großes Potenzial und eigentlich Besseres verdient, als nur ein Parkplatz zu sein. Vermutlich wird es aber sehr verschiedene Vorstellungen davon geben, wie der Platz in Zukunft aussehen und genutzt werden soll. Bevor die eigentliche Planung für den Platz beginnt, soll zunächst auf breiter Basis abgefragt werden, was die Kevelaerer Bevölkerung denn eigentlich will. Dazu wurde ein Moderationsbüro beauftragt, das bis zum Sommer Wünsche, Anforderungen und Vorschläge für einen neuen Peter-Plümpe-Platz aufnehmen und auswerten soll.

Der erste Schritt werden Anfang April zwei Workshops sein mit Vertretern der Stadtverwaltung und der Politik. Danach will das Büro mit verschiedenen Gruppierungen ins Gespräch kommen, die den Platz in Anspruch nehmen oder direkt betroffen sind. Auch die Allgemeinheit wird dann bereits in den Beteiligungsprozess einbezogen. Zunächst mit der Möglichkeit, Anregungen und Vorschläge analog und digital an die Verwaltung zu richten. Dazu steht dann eine Ideenbox mit Notizzetteln für Hinweise im Eingangsbereich des Rathauses bereit. Außerdem das Diskussionsforum auf der Internetseite zur Stadtkernerneuerung und nach der Bürgerkonferenz im Mai ein spezielles Online-Modul als Beteiligungsplattform. Informationen und Gesprächsmöglichkeiten gibt es auch am 28. April im Rahmen der fahrRad-Pause und am 11. Mai bei den Aktionen zum Tag der Städtebauförderung. Für den 23. Mai ist dann eine Bürgerkonferenz im Bühnenhaus geplant und an den drei folgenden Tagen wird das Moderationsbüro den engen Kontakt mit der Bevölkerung in einem Pavillon auf dem Platz suchen, um direkt vor Ort, quasi „live“ in erste Planungsüberlegungen einzusteigen.

Wenn am Ende die Ergebnisse dieses Prozesses ausgewertet werden, ergeben sich daraus allgemeine Nutzungskonzepte in mehreren Varianten, die öffentlich diskutiert und abschließend als Planungsauftrag beschlossen werden.

Ausstattung der Hauptstraße

Möblierung

In seiner letzten Sitzung im Januar hat sich der Stadtentwicklungsausschuss noch einmal mit der Hauptstraße beschäftigt. Dabei ging es um die Ausstattung mit Bänken, Abfallbehältern und Pflanzkübeln. Weiter wurden die zu pflanzenden Baumarten beschlossen. Und der Ausschuss hat sich der Empfehlung der Jury zu den Motivplatten angeschlossen, die in die Mittellinie eingelassen werden sollen.

Als Bank wurde ein Muster ausgewählt, dass wegen seiner wertigen Bauform sowie des angenehmen Sitzbelages aus Holz mit deutlicher Ausrundung im Bereich der Kniekehlen ünerzeugt.

Als Abfallbehälter wird ein Modell aufgestellt mit einer oberen Abdeckung und integriertem Ascher. Dadurch wird der freie Blick in den Behälter vermieden und der Ascher füllt sich bei Regen nicht mit Wasser.

Schließlich gehören noch Pflanzkübel des Typs „Mainau“ zur Ausstattung. Das Modell zeichnet sich durch die Holzbelattung passend zur gewählten Bank aus und kann in den gewünschten Größen hergestellt werden. Alle Metallteile werden farblich so wie die Baumschutzbügel und die Lampen hergestellt.

Motivplatten

Die Entwurfsplanung für die neue Hauptstraße sah Motivplatten zu kevelaerspezifischen Themen vor, die über die Länge verteilt in die Mittellinie eingesetzt werden. Dabei sollten sowohl Themen der Wallfahrt berücksichtigt werden, da es sich bei der Hauptstraße um den Hauptpilgerweg handelt, als auch städtische Themen. Ende letzten Jahren wurden Ideen und Vorschläge aus der Bevölkerung  gesammelt, welche Motive dafür infrage kommen können. Zahlreiche Anregungen aus Kevelaer, aber auch von weiter weg, haben uns erreicht. Der Anregung, eine Platte der Ehefrau von Hendrik Busmann, Mechel Schrouse, zu widmen, hatten sich sehr viele angeschlossen. Schließlich wäre das Gnadenbild ohne sie nicht nach Kevelaer gekommen. Eine Unterschriftenliste kam sogar aus den USA, nämlich von der Abilene Highschool in Kansas, der Partnerschule des Kardinal-von-Galen-Gymnasiums.

Eine Jury aus Vertretern der Kirche und der Stadt hat sich im Januar mit den Vorschlägen beschäftigt. Dabei wurde der Anregung gefolgt, keine Menschenabbildungen darzustellen, da die Motivplatten begangen und befahren werden. Außerdem erschien eine erkennbare Darstellung mit den grafischen Möglichkeiten einer Reliefplatte für eine Straßenoberfläche kaum möglich zu sein. Als wichtige Persönlichkeit solle Mechel Schrouse aber bei nächster Gelegenheit bei der Namensgebung einer Straße oder eines Platzes berücksichtigt werden.

Die Jury kam einvernehmlich zu dem Ergebnis, die Gesamtstadt Kevelaer einzubeziehen und die Beziehungen Kevelaers in die Welt abzubilden. Daher sollen in einer größeren Platte am Übergang zum Roermonder Platz alle Ortsteile Kevelaers im Zusammenhang mit dem Umring des Stadtgebietes und Darstellung der Ortschaftswappen wiedergegeben werden. Eine folgende Platte soll sich auf die Partnerstadt Bury St. Edmunds beziehen. In weiteren elf Platten sollen die zehn größten Marienwallfahrtsorte der Welt dargestellt werden und zusätzlich Luxemburg als Ursprungsort der Kevelaerer Wallfahrt. Alle Städteplatten sollen mit dem stilisierten Madonnen-Emblem versehen werden, da bildhafte Darstellungen aus den einzelnen Städten keinen Erkennungswert haben.

Zu den zehn größten Marienwallfahrtsorten der Welt nach der Pilgerzahl gehört auch Kevelaer. Die Tafel für Kevelaer soll den Abschluss der Reihe am Kapellenplatz bilden.

Die zehn größten Marienwallfahrtsorte der Welt sind:

Guadalupe, Mexiko; Aparecida, Brasilien; Lourdes, Frankreich; Fatima, Portugal; Tschenstochau, Polen; Loreto, Italien; Velankanni, Indien; Altötting, Deutschland; Mariazell, Österreich; Kevelaer, Deutschland

In nächster Zeit sind die Motive künstlerisch umzusetzen und anschließend herzustellen. Derzeit ist die Frage noch offen aus welchem Material die Platten hergestellt werden. Hierzu sind wir im Kontakt mit einigen Kevelaerer Unternehmen.

Neues zum Kapellenplatz und Johannes-Stalenus-Platz

Wie oben bereits erwähnt, werden die Planungen für den Kapellenplatz und den Johannes-Stalenus-Platz derzeit intern abgestimmt und mit dem Planungsbüro diskutiert. Am 14. Mai sollen die Planungen im Gestaltungsbeirat diskutiert werden und im Anschluss werden die Ergebnisse in einer öffentlichen Bürgerversammlung vorgestellt.

Ein wesentliches Ziel der Umgestaltung ist eine bessere Begehbarkeit der Plätze. Ein neues Pflaster soll aber nicht den besonderen Charakter vor allem des Kapellenplatzes zerstören. Daher wird nicht die gesamte Oberfläche erneuert, es werden aber auch keine klar abgegrenzten Wege kreuz und quer über den Platz gezogen. Die Idee ist, die Bereiche, die besonders intensiv begangen werden, mit einem glatteren Material auszulegen, das sich optisch in das vorhandene Pflaster einfügt. Um dafür die richtigen Steine zu finden, werden derzeit auf dem Stalenus-Platz an der Basilika mehrere Musterflächen angelegt.

In einer Fläche werden neue Steine im vorhandenen Pflasterformat als Muster für die barrierefreien Bewegungsflächen in den Platzbereichen verlegt. Die Steine sind aus Bergischer Grauwacke gefertigt, dem gleichen Material wie die vorhandenen Pflastersteine. Diese neuen Steine sind aber geschnitten und die Oberflächen sind aufgrund der erforderlichen Rauigkeit bearbeitet. In einer weiteren Fläche werden die vorhandenen Steine wiederverwendet. Dabei werden diese aber möglichst eben und mit enger Fuge verlegt.  Bei beiden vorgenannten Varianten werden die Pflastersteine in die vorhandene Struktur bestmöglich eingepasst.

In vier weiteren Musterflächen werden gesägte Natursteine in verschiedenen rechteckigen Formaten und zwei unterschiedlichen Materialien verlegt.

Diese Muster sollen einer Veranschaulichung der Gestaltung von Verkehrsflächen an der Hausfassade am Stalenus-Platz und auf der Busmannstraße neben dem Kapellenplatz dienen. Das verwendete Gestein ist wieder Bergische Grauwacke aber auch Vietnamesischer Blaubasalt. Der dunkle Blaubasalt ist bereits als Kopfsteinpflaster in verschiedenen Bereichen vorhanden. Hier ist z.B. die Amsterdamer Straße angrenzend zum Kapellenplatz zu nennen.

Die Musterflächen dienen den Kirchenvertretern, der Stadt und den Denkmalschützern als Entscheidungshilfe. Meinungsäußerungen dazu aus der Bevölkerung werden aber auch gerne angenommen.

Für Fragen und Anregungen wenden Sie sich bitte an die Ansprechpartner Frau Kimm-Hamacher und Herr Heckens.

Ansprechpartner

Franz Heckens

Wallfahrtsstadt Kevelaer (Rathaus)

Peter-Plümpe-Platz 12

47623 Kevelaer

Sandra Kimm-Hamacher

Wallfahrtsstadt Kevelaer (Rathaus)

Peter-Plümpe-Platz 12

47623 Kevelaer