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Kunst in Kevelaer

Über eine Million Gäste, die jährlich die Marienstadt besuchen, können in Kevelaer ein facettenreiches Kunsthandwerk erleben. Zahlreiche Werkstätten in vielen Bereichen des Kunsthandwerks haben sich im Laufe der Zeit in Kevelaer niedergelassen und sind seit der Entstehung der Wallfahrt untrennbar mit Kevelaer und dem Wallfahrtsbereich verbunden. Bedingt durch die Wallfahrt wurde in Kevelaer stets sakrale Kunst gefertigt und ein reger Devotionalienhandel betrieben. Mittlerweile hat das profane Kunsthandwerk neben sakraler Kunst hier seinen festen Platz gefunden und prägt den Ausdruck „Kevelaer - Stadt des Kunsthandwerks". Ob Bronzegießer oder Fahnensticker, Gold- oder Silberschmiede, Seiden- und Glasmaler, Galeristen, Orgel- und Krippenbauer, sie alle prägen die Eindrücke der Besucher dieser Stadt und machen sie „unverwechselbar". Aushängeschild der Marienstadt sind heutzutage die Glasmalerwerkstätten. Mehr als 40 Familien leben von der Arbeit mit dem mundgeblasenen Antikglas, dem Bleinetz und der Farbe. Ihre Glaswerke und Fenster werden weltweit exportiert. Ob im Kölner Dom, in der Bonner Münsterkirche oder der Weltfriedenskirche in Hiroshima - überall auf der Welt erstrahlen Bleiverglasungen im Sonnenlicht, die aus Kevelaerer Kunstwerkstätten stammen.

Eine Künstlerin erstellt auf einem Papier einen Fensterentwurf
Zahlreiche Kunstwerkstätten haben sich im Laufe der Zeit in Kevelaer
niedergelassen und prägen das Stadtbild der Marienstadt.