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Energetische Projekte
Die energetischen Maßnahmen und Sanierungen der öffentlichen Gebäude, die aktuell in der Planung oder Ausführung sind, ermöglichen der Stadt Kevelaer, die begonnenen Aktivitäten in dem Bereich "Energie & Klima" zu verstärken und auszubauen. Durch die energetischen Projekte aus dem Konjunkturpaket II, aber auch aus der Klimaschutzinitiative, wird ein großes Potential zur Energieeinsparung und CO2-Reduzierung gefasst.
Begegnungsstätte Kevelaer

Die alte Heizungsanlage in der Begegnungsstätte in Kevelaer bestand aus zwei Heizkesseln aus dem Jahr 1987. In den Sommerferien 2010 wurde die 23 Jahre alte Heizung gegen zwei effiziente Gasbrennwertthermen ausgetauscht. Eine intelligente Gebäudeleittechnik ermöglicht die optimale Einstellung, Steuerung und Regelung der Heizungsparameter und der Heizkörper auf die unterschiedlichen Nutzer der Begegnungsstätte.
Zur Heizperiode 2010/2011 ist die neue Heizung in Betrieb gegangen und versorgt die Begegnungsstätte effizient und intelligent mit Wärme.
Dreifach-Sporthalle

Die Dreifach-Sporthalle wird für die Beheizung der Halle und der Umkleiden vom Hallenbad versorgt. Als nachfolgender Schritt der Sanierung der Wärmeerzeugungsanlagen im Hallenbad im Sommer 2010 werden nun auch die Anlagen der Dreifach-Sporthalle modernisiert. Die bestehenden Lüftungsanlagen aus den Jahren 1974/75 waren aus energetischer und technischer Sicht zu erneuern. Effiziente Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnnung wurden in den Sommerferien 2011 eingebaut. Die Warmwasserbereitung erfolgte bislang über einen elektrisch betriebenen Warmwasserspeicher aus dem Jahr 1984. Die Warmwasserversorgung und die Trinkwasserleitungen entsprachen nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik. Die Warmwasserversorgung wurde an die Nahwärmeleitung des Hallenbads angeschlossen und die Trinkwasserversorgung erneuert. Durch den Einbau einer Gebäudeleittechnik kann die Beheizung der Dreifach-Sporthalle optimal eingestellt und geregelt werden.
Aufgrund der effizienten Bereitstellung von Wärme und Warmwasser ist eine Verbrauchsreduzierung zu erwarten. Eine Reduzierung der Emissionen wird nicht nur durch den verminderten Verbrauch, sondern auch durch die Umstellung des Energieträgers Strom auf Erdgas für die Warmwasserbereitung erreicht.
Konjunkturpaket II
Ein Paket mit viel Energie zur Einsparung

Maßnahmen, die aus dem Konjunkturpaket II umgesetzt werden, sollen den Schwerpunkt in der energetischen Sanierung und dem Ausbau von erneuerbaren Energien haben. Diese prägende Voraussetzung nimmt die Stadt Kevelaer zum Anlass, viele energetische Sanierungsmaßnahmen an den städtischen Gebäuden durchzuführen und die Fördergelder nachhaltig in den Klimaschutz zu investieren.
Hallenbad Kevelaer

Heizungssanierung
Mit Beginn der Sommerferien 2010 begannen auch die Arbeiten im Hallenbad in Kevelaer. Die Heizungsanlage aus dem Jahr 1991 wurde demontiert und durch ein Blockheizkraftwerk (BHKW) ersetzt. Ein BHKW basiert auf der Kraft-Wärme-Kopplung und produziert gleichzeitig Strom und Wärme. Der erzeugte Strom wird selbst genutzt, nur zu Zeiten geringen Strombedarfs eingespeist. Die Abwärme, die bei der Stromproduktion anfällt, wird für die Beheizung des Beckenwassers und der Gebäude genutzt. Neben dem Hallenbad werden auch die Dreifach-Turnhalle, die Schießstände und die Sauna mit der Wärme aus dem BHKW versorgt.
Neben dem Austausch des Wärmeerzeugers wurden auch die Wärmerückgewinnungsanlage und die Lüftungsanlage im Hallenbad erneuert. Eine neue Regelungstechnik ermöglicht eine effiziente Nutzung und Verteilung der Wärme und gewährleistet eine optimale Versorgung der Gebäude mit Wärme.
Fenstersanierung
Vier Großelemente der bestehenden Fensteranlage des Hallenbads wurden in den Sommerferien 2011 ausgetauscht. Die Erneuerung dieser Elemente war aufgrund von nicht vorhandender Dämmung und Undichtigkeiten nötig gewesen. Die neue Pfosten-Riegel-Fassade mit Dreifach-Wärmeschutzverglasung ersetzt die alten Elemente. Die Pfeiler wurden gedämmt und mit einer Metallverkleidung versehen. Oberhalb der Fensterelemente wurde innenseitig eine Wärmedämmung eingebracht.
Konzert- und Bühnenhaus
Die Beleuchtungsanlage des Konzert- und Bühnenhauses bestand aus ineffizienten Glühlampen. Durch die Sanierungsmaßnahme im Jahr 2009 wurden 274 Glühlampen gegen energiesparende LED-Leuchten ausgetauscht. Die Leistung der Gesamtanlage reduzierte sich um 60% bei gleichbleibender Beleuchtungsstärke, so dass ein großes Energieeinsparpotential genutzt wurde. Durch das Ersetzen der Glühlampen und die 50fach längere Betriebsdauer einer LED-Leuchte im Vergleich zu einer Glühbirne, können pro Jahr 438 Glühlampen im Konzert- und Bühnenhaus eingespart werden.
Das "Energiebetriebene-Produkte-Gesetz" (EBPG) mit Geltung ab dem 01. Januar 2009 regelt, dass Glühlampen aufgrund ihrer schlechten Energiebilanz bis 2012 in der Europäischen Union schrittweise vom Markt genommen werden.
Begegnungsstätte Kevelaer

Das Hauptdach der Begegnungsstätte Kevelaer war bislang nicht ausreichend gedämmt und eine große Menge an Energie ging ungenutzt in die Umgebung. Das Dach wurde unter Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften der EnEV 2009 gedämmt und neu eingedeckt. Die Dachsanierung und Dämmung wurde im Winter 2009/2010 durchgeführt.
Grundschule und Turnhalle Wetten
Die Heizungsanlagen der Grundschule und der Turnhalle in Wetten bestanden aus Wärmeerzeugungsanlagen aus dem Jahr 1986. Die schlechte Effizienz der Anlagen spiegelte sich in niedrigen Wirkungsgraden wieder. Im Oktober 2010 wurden beide Heizkessel ausgetauscht und durch neue Brennwertkessel ersetzt. Eine erste Auswertung der Verbräuche zeigt eine Energieeinsparung an Erdgas von etwa 25%.
Turnhalle Wetten

Das Flachdach der Turnhalle in Wetten musste aufgrund von Undichtigkeiten und nicht ausreichender Dämmung erneuert werden. Eine neue Dämmung und Abdichtung wurde in den Herbstferien 2009 aufgebracht. Das Flachdach bildet die Unterlage für die Fotovoltaikanlage der Grundschule in Wetten.
Turnhalle der St. Antonius-Grundschule Kevelaer

Die Fensterfront an der Nordseite der Turnhalle an der Biegstraße bestand aus einer Metallkonstruktion mit Einfachverglasung. Die vorhandene Fensterfassade entsprach nicht mehr dem aktuellen energetischen Stand der Technik. Viel Wärme ging durch die nicht ausreichend gedämmte Fassade verloren. In den Sommerferien 2010 wurde die Brüstung mit Wärmedämmung und Verblender verkleidet. Die Fenster bestehen nun aus einer Zweifach-Wärmeschutzverglasung.
Overberg-Grundschule Winnekendonk

Die Nordwest-Fassade des Neubaus der Overberg-Grundschule in Winnekendonk konnte die energetischen Anforderungen des Wärmeschutzes nicht erfüllen. Im Jahr 2010 wurde die Sanierungsmaßnahme durchgeführt. Kunststofffenster mit Einfachverglasung wurden ausgetauscht und die nicht isolierte Außenfassade gedämmt. Der Einbau neuer Fenster mit Dreifach-Wärmeschutzverglasung und die Anbringung eines Wärmedämmverbundsystems sorgen dafür, dass Energie nicht mehr ungehindert entweichen kann.
Turnhalle der Overberg-Grundschule Winnekendonk

Die Fensterfront der Turnhalle in Winnekendonk bestand aus einer ineffizienten und teilweise stark beschädigten Glasbausteinwand. In den Herbstferien des Jahres 2010 wurde die Außenfassade komplett erneuert. Die neue Brüstung erhielt Wärmedämmung und Verblender und wurde von innen mit einem Prallschutz versehen. Die obere Fensteranlage besteht aus Zweifach-Wärmeschutzverglasung.
Feuerwehr Twisteden

Das Feuerwehrgerätehaus in Twisteden wurde im Sommer 2010 umfangreich saniert. Die Satteldächer der Fahrzeughalle und des Feuerwehrhauses bekamen eine neue Ziegeleindeckung. Das Flachdach wurde nach den gesetzlichen Vorschriften gedämmt und neu abgeklebt. Die WC-Anlagen wurden erneuert und die alten Heizkörper und Rohrleitungen ausgetauscht.
Schulzentrum Kevelaer


Die Fassade des Schulzentrums wird in mehreren Bauabschnitten saniert. Das Ziel der energetischen Sanierung der Außenfassade ist die Schaffung einer luftdichten und wärmedämmenden Außenhülle und die Beseitigung von Wärmebrücken nach den Anforderungen der aktuellen Energieeinsparverordnung. Die alten Fensterelemente aus dem Jahr 1974 bestanden aus Einfach- bzw. Zweifach-Verglasung mit nicht thermisch getrennten Aluprofilen. Die vorhandene Dämmung war nicht ausreichend und teilweise beschädigt. Mit Beginn der Arbeiten in den Sommerferien 2010 wurden die alten Fenster ausgetauscht und die Fassade energetisch optimiert. Die neuen Fenster mit Rahmen erreichen, wie nach der EnEV 2009 gefordert, einen gesamten Wärmedurchgangskoeffizienten von weniger als 1,3 kWh/m²K. Die hinterlüftete Fassade wurde mit einer Wärmedämmung versehen und mit einem neuen Verblendstein verkleidet. Im Bereich der Vorhangfassade wurde ebenfalls Wärmedämmung verlegt und eine Verkleidung aus Zinklamellen angebracht. Die Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen, die energetische Sanierung der Außenhülle des Schulzentrums wird in weiteren Bauabschnitten fortgeführt.
Sanierung der Beleuchtungsanlagen
Die Dreifach-Turnhalle und die Turnhalle Kervenheim erstrahlen in neuem Licht

Um einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und die Energie- und CO2-Potentiale regional zu nutzen, hat die Stadt Kevelaer die Beleuchtungsanlagen der Dreifach-Turnhalle und der Turnhalle in Kervenheim saniert. In den Sommer- und Herbstferien 2009 wurden neue Beleuchtungsanlagen mit moderner und intelligenter Beleuchtungs-, Steuerungs- und Regeltechnik in beiden Turnhallen installiert. Ziel der Sanierung ist eine Reduzierung des Stromverbrauchs für die Hallenbeleuchtung von mindestens 30% im Vergleich zum Ist-Zustand. Durch den Einbau von Präsenzmeldern, tageslichtabhängigen Sensoren, Wahlschaltern je nach Sportart und hocheffizienten Leuchten konnten in der Dreifach-Sporthalle etwa 50% des Stromverbrauchs eingespart werden.
Förderung durch Klimaschutzinitiative

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) fördert im Rahmen der nationalen Klimaschutzinitiative energetische Projekte in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen. Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz, zum Ausbau und verstärkten Nutzung von erneuerbaren Energien und zur Motivation klimaschonenden Verbraucherverhaltens werden unter Betreuung des Projektträgers Jülich unterstützt. Ziel ist die Erschließung und Nutzung der Potentiale zur Reduzierung der CO2-Emissionen in Deutschland. Die Fördergelder stehen aus dem Verkauf der Zertifikate aus dem Emissionshandel zur Verfügung.
Die Sanierungen der Beleuchtungsanlagen wurden mit Unterstützung des Ingenieurbüros Markus Skeide aus Rheinberg durchgeführt. Das Projekt hat das Förderkennzeichen 03KS0223 und wird mit einem Bundesanteil von 25% gefördert.
Ansprechpartner
| Ina Mattner | |
| Abteilung | Gebäudemanagement |
|---|---|
| Telefon | (0 28 32) 122-739 |
| Fax | (0 28 32) 122-77739 |
| ina.mattner@stadt-kevelaer.de | |
| Adresse | Busmannstraße 64, 47623 Kevelaer |


